Wer denkt, dass das Schulfach „Nawi-Labor“ ein Fach sei, in dem man nur langweilige Experimente macht, liegt falsch.

Hier ist es sogar manchmal erwünscht, mit dem Handy zu arbeiten.

Bei dem Experiment „Fadenpendel mit phyphox“ und „Zentripetalbeschleunigung mit phyphox“ musste das Handy verwendet werden. phyphox ist eine App, welche zum Beispiel die Erdbeschleunigung, die Geschwindigkeit eines Aufzuges oder eine Beschleunigung messen kann. In dieser zusätzlichen und vertiefenden Physik-Doppelstunde, musste man als erstes eine Handyhalterung aus einer alten Klopapier-Rolle basteln und dann mit einem Faden an dem Stativ befestigen.

Nachdem man das Handy in der Halterung befestigt hatte, konnte es auch schon losgehen. Man öffnet die App phyphox und klickt den Versuch „Fadenpendel“ an. Da das Handy mit einem Laptop verbunden ist, empfängt dieser die Ergebnisse. Wichtig ist, das Handy nicht zu bewegen, wenn es in der Ruhelage ist. Die Genauigkeit spielt eine sehr große Rolle, da sonst das Ergebnis falsch ist. Es benötigt schon etwas Fingerspitzengefühl, wenngleich es aber auch eine neue Erfahrung war, mit dem Handy zu arbeiten.

Es war auf jeden Fall einmal etwas Neues und aufregender als die „normalen“ Stunden. Somit lässt sich sagen: Das Nawi-Labor ist keineswegs fad, sondern das Nawi-Labor ist immer offen für Neues. Es ist gut „moderne“ Versuche durchzuführen und mit neuen Medien, wie dem Handy, zu arbeiten.

- von Johannes Gaisfuss