„Mehrsprachigkeit ist ein Gewinn für ganz Österreich!“ – Unter diesem Motto fand heuer bereits zum neunten Mal der österreichweite Redewettbewerb „Sag’s multi“ statt – und in der Person von Taha Al Khashmany aus der 7b hatte unsere Schule diesmal ein gehöriges und allseits gehörtes Wörtchen mitzureden. Das Besondere bei diesem Wettbewerb ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Reden in zwei Sprachen halten müssen. Üblicherweise wählen sie dafür ihre Mutter- und eine Fremdsprache, wobei dies bei den meisten Deutsch ist. Eine kunterbunte Mischung aus Japanisch und Bulgarisch, Farsi und Ungarisch, Türkisch und vielen anderen Sprachen war da zu hören. Taha aber entschied sich als Grundlage für seine Reden nicht für seine arabische Muttersprache, sondern hielt sie in zwei Fremdsprachen, die er erst seit zweieinhalb Jahren lernt: Deutsch und Englisch – was aber nicht das einzige Kriterium war, mit dem er die Jury und die Zuhörerinnen und Zuhörer tief zu beeindrucken vermochte.

Bestens gecoacht von seiner Englischlehrerin Mag. Irene Lindermeier-Brackin, konnte sich Taha auf diese Weise bei der ersten Runde, die am 5. Dezember stattfand, unter fast 600 Jugendlichen durchsetzen und kam mit seiner Rede zum Thema „Freiheit beginnt im Kopf“ in die Auswahl der besten 100. Seine sehr persönlichen Worte über den Krieg im Irak, seine Flucht und seine Familie, die er dabei zurücklassen musste, trafen die Zuhörerinnen und Zuhörer in ihren Herzen. Am 20. Februar fand in Wien die zweite Runde des Wettbewerbs statt. Taha hatte diesmal das Thema „Dafür lohnt es sich zu leben“ gewählt und hielt eine nicht nur intellektuell ansprechende, sondern zudem abermals wirklich emotional berührende Brandrede über Menschenrechte und Demokratie und seinen Traum von einer gerechteren und friedlicheren Zukunft.

Ob Taha unter den Siegern ist, werden wir am 12. März erfahren, wenn im Wiener Rathaus die diesjährigen Preise vergeben werden. Seine herausragende Leistung werden wir aber auf jeden Fall durch den Abdruck seiner Rede im heurigen Jahresbericht würdigen.

Peter Schnaubelt (Text und Fotos)

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