Schola Hornana - Chronik des Gymnasiums Horn
1657. Der Horner Herrschaftsinhaber Ferdinand Graf Kurz stiftet ein vierklassiges Piaristengymnasium in einem Tuchmacherhaus (heute Kunsthaus in der Wiener Straße 2). Am Ende des ersten Schuljahres waren 112 Schüler in den Gymnasialmatriken eingetragen.
2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Berühmt sind die Schultheateraufführungen der Piaristen; seit 1768 gibt es dafür einen eigenen Theatersaal.
1872. Umwandlung des Piaristengymnasiums in ein staatliches Landesreal- und Untergymnasium, ab 1874 auch mit einer Oberstufe.
1883/1884. Mit Beginn dieses Schuljahres wurde im Gebäude neben der Piaristenkirche ein städtisches Schülerheim eröffnet. 1888 übersiedelte es in einen Neubau in der Hamerling-Straße.
1921. Das Landesgymnasium wird in ein Bundesgymnasium umgewandelt.
1928. Gründung der ersten Aufbaumittelschule Österreichs in Horn. Sie ermöglicht Absolventen der Pflichtschule die Erreichung der Matura ohne Altersbeschränkung. Gymnasium und Aufbaumittelschule befinden sich unter einer Direktion im selben Gebäude. Wahl des langjährigen Direktors Wilhelm Miklas (Direktor von 1905-1922) zum Bundespräsidenten. Er amtiert als Bundespräsident bis 1938.
1935. Rudolf Kirchschläger – österreichischer Bundespräsident von 1974 bis 1986 – maturiert mit "Sehr gut" in allen Fächern an der Aufbaumittelschule in Horn.
1957. 300-Jahr-Feier des Gymnasiums mit einer Aufführung von Goethes "Urfaust" durch ambitionierte Schüler.
1959. Eröffnung des Canisiusheimes für "Spätberufene", die ein Theologiestudium anstreben. Die "Canisianer" besuchen das humanistische Gymnasium.
1961. Eröffnung des neuen Gymnasialgebäudes am nördlichen Stadtrand in der Puechhaim-Gasse. Die Stadtgemeinde Horn hat den Baugrund im Ausmaß von 30 000 m² im Wert von drei Millionen Schilling gratis zur Verfügung gestellt; der Bund wendet für den Bau rund 25 Millionen Schilling auf.
1973. Mit Jahresende endet die Direktionszeit von Hofrat Dr. Hans Kapitan (Direktor der Jahre 1947-1973). Durch die von ihm geleitete Österreichische Vereinigung für Austausch und Studienreisen kommen junge Menschen aus aller Welt nach Österreich und Tausende junge Österreicher zu Sprachaufenthalten nach Großbritannien.
1973 / 1974. In diesem Schuljahr erreicht das Gymnasium und Aufbaugymnasium den höchsten je erreichten Schülerstand: Knapp 1000 Schüler besuchen die Horner Gymnasien. Von 993 Schülern wohnen 57 % bei den Eltern, 39 % in den Konvikten und 3 % in Privatquartieren. 39 % sind Fahrschüler.
1982. Im Aufbaugymnasium maturierte der frühere Landwirt Franz Kober aus der oststeirischen Landgemeinde Gschmaier im Alter von 45 Jahren. Er war bisher der älteste Schüler des Aufbaugymnasiums.
1990. Beginn der Schulpartnerschaft mit dem Gymnasium in Znaim (Gymnázium Dr. Karla Polesného).
1991. Eröffnung der neuen Schulbibliothek mit 9000 Büchern in neuen Bibliotheksräumen.
1998/1999. Beginn eines umfangreichen Suchtvorbeugungsprojektes ("Systemische Prävention von Suchtverhalten – SPS), in dem Schüler, Eltern und Lehrer mitarbeiten.
1999/2000. Mit Beginn des Schuljahres wurde Dr. Herbert Kefeder, bisher Professor und Administrator am Bundesrealgymnasium in Krems, als Nachfolger von Hofrat Mag. Helmut Hagel zum Direktor der Schola Hornana bestellt.
2000. Erweiterung der Schulbibliothek um einen neuen Saal für fremdsprachige Werke sowie für Sprach- und Literaturwissenschaft. Schaffung von drei Computer-Arbeitsplätzen mit Internet-Anschluss in der Bibliothek. Die Schulbibliothek verfügt über 16 000 Bücher.
2000. Erstmals besucht eine behinderte Schülerin das Gymnasium. Obwohl sie querschnittgelähmt ist, beteiligt sie sich am Turnunterricht und nimmt am Schikurs teil. Sie fährt mit ihrem Monoschi auch Schirennen. Sie absolviert die erste Klasse mit Auszeichnung.
2000/2001. Der europäische Computerführerschein (ECDL) wird an der Schule angeboten. Es gibt eine neue Schulwebsite. Erstmals Praxistage in Mold für die Oberstufe des Realgymnasiums (Schweißen, Schmieden, …). 1. Preis beim Youth Solar Award 2000 für den Prototyp einer Solarlampe für Ghana (Physikunterricht).“Lernen lernen“. Dramapädagogisches
Projekt. Am Atelierabend erstmals Beiträge der neuen LehrerInnen Band „Crazy Teachers“, die sich zu einem Fixpunkt im Schulleben und weit darüber hinaus entwickelt.
2002/2003. 125. Jahresbericht. Sanierung der Stiegenaufgänge, Brandabschnitte; Einbau eines Lifts ermöglicht Barrierefreiheit. Besuch des Direktors mit drei Lehrkräften bei der „Horner Studentenrunde in Wien“. Verleihung eines „Leopolds“ der NÖN für das Solarprojekt „stromloses Kochen und Kühlen“ in der Kategorie „Unsere Zukunft“ – die Schule bekommt dafür einen Videobeamer. Kulturreise nach Griechenland. Benefizkonzert von Roland Neuwirth und den Extremschrammeln zugunsten des Suchtpräventionsprojektes der Schule. Schüleraustauschprogramm mit der Partnerschule in Znaim.
2003/2004. Erstmalig Willkommensfest am Freitag der ersten Schulwoche organisiert von der Schulgemeinschaft. Feierlichkeiten und Ausstellung anlässlich 75 Jahre Aufbaugymnasium Horn. Erneuerung von Chemie- und Physiksaal. Einrichtung eines dritten EDV-Saales. Teilnahme (freiwillig für die Oberstufe) am First Certificate (internationaler Nachweis qualifizierte Sprachkompetenz, weltweit anerkannt). Neuordnung der Mineraliensammlung der Schule. Beeindruckender Vortrag einer ehemaligen Kindersoldatin aus Uganda. Passionsspiel „Der Mann von Emmaus“ in der Stein-Arena-Pulkau. 2.Platz in NÖ beim Beachvolleyball Schulbewerb. „Lange Nacht der Musik“ unter Beteiligung der „Crazy Teachers“, „Chor im Hemd“ und „Deep Influence“ (SchülerInnenband). Verena Penz und Maximilian Urbitsch gewinnen bei der ORF-Spieleshow „Level 5“ für die ID eine Woche Aufenthalt in Döbriach (Ktn.).
2004/2005. In diesem Schuljahr wird im BG/BRG/BAG/BARG Horn die Fünf-Tage-Woche mit schulfreiem Samstag eingeführt. 19.000 Medien (Bücher, Zeitschriften, Videos, CDs, CD-ROMs und DVDs) befinden sich in der Schulbibliothek. Der Katalog ist über Computer abrufbar. Französischer Chansons Abend. Teilnahme am Benedictus-Wettbewerb (internationaler Übersetzungswettbewerb in Latein im Stift Melk); 2. Platz bei der Fremdsprachenolympiade in NÖ in Latein; römisches Festgelage in der III A. Freifächer „Physikalische Übungen (zur Medientechnik)“ und „Kreatives Gestalten“. EVA (eigenverantwortliches Arbeiten)-Trainingstage für die 5. Klassen. Projekt „Kriegerdenkmäler“ anlässlich der Landesausstellung 2005.
2005/2006. Gründung des Absolventenvereines der Schola Hornana. Schaffung eines zweiten Werksaals im Untergeschoss, Neugestaltung der Garderoben mit verschließbaren
Spinden. Intensive Planungstätigkeit für das Jubiläumsjahr 2007 (350-Jahr Feier der Schola Hornana) – Entwurf einer Jubiläumsbriefmarke und eines neuen Schul-Logos. Naomi Dutzi (VII A) wird als eine von acht SchülerInnen aus Österreich Delegationsmitglied von „Science on Stage“ und verbringt eine Woche am CERN, dem Kernforschungszentrum in Genf (Schweiz). Claudia Lösch (VII A) gewinnt Olympia Bronze bei den Paralympics in Turin und erhält in der Hofburg das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich durch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer. „Fest der Bücher“ der Schulbibliothek- eingeladen sind auch die dritten und vierten Klassen der Volksschulen in Horn und Umgebung-20.200 Medien. Die SchülerInnen der IV D und V C werden zu Ehrenbürgern von Carnuntum ernannt, nachdem ein 1. und ein 3. Platz beim Wettbewerb „2000 Jahre Carnuntum“ erreicht wurden. 7. Platz österreichweit beim „Känguru der Mathematik“. RGneu Projekt „St. Bernhard – das alte Kloster als Mittelpunkt eines modernen Ortes“.
2007. 350 Jahre Schola Hornana. Das Jubiläumsjahr bedeutet für die Schulgemeinschaft eine organisatorische Herausforderung, die bestens bewältigt wird. Es gilt, neben den verschiedenen Aktivitäten im Zuge der Feierlichkeiten den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten.





