Eine Schülerin der 8b des Gymnasiums Horn erreichte beim diesjährigen THEOLYMPIA-Wettbewerb in der Diözese St. Pölten den ausgezeichneten 4. Platz. Der österreichweite Wettbewerb im katholischen Religionsunterricht stand in seiner sechsten Ausschreibungsrunde unter dem Thema „Dankbarkeit – Tugend oder Taktik?“. Schülerinnen und Schüler höherer Schulen waren eingeladen, sich in Form eines Essays oder eines kreativ-fotografischen Beitrags mit dieser gesellschaftlich und religiös relevanten Fragestellung auseinanderzusetzen.
In ihrem Essay setzte sich die Horne Schülerin sehr persönlich und zugleich reflektiert mit der Bedeutung von Dankbarkeit im Alltag auseinander. Ausgehend von einem morgendlichen Gebet stellt sie die Frage, ob der Blick im Gebet nicht oft zu sehr auf Bitten und Sorgen gerichtet ist. Besonders eindrucksvoll formuliert sie: „Vielleicht liegt genau hier eine andere Form von Glauben: nicht im Schutz vor dem, was sein könnte, sondern im Anerkennen dessen, was bereits ist.“
Damit trifft ihr Text den Kern des Wettbewerbsthemas: Dankbarkeit erscheint nicht als bloße Höflichkeitsformel, sondern als bewusste Haltung. An einer weiteren Stelle schreibt Lena: „Dankbarkeit fühlt sich plötzlich nicht mehr wie eine Reaktion an, sondern wie eine Haltung.“
Die Preisverleihung fand in feierlichem Rahmen in St. Pölten statt. Unter den Anwesenden war auch Bischof Alois Schwarz, der damit die Bedeutung des Wettbewerbs und der Auseinandersetzung junger Menschen mit religiösen, ethischen und gesellschaftlichen Fragen unterstrich.
Das Gymnasium Horn gratuliert herzlich zu diesem schönen Erfolg und zur gelungenen, sprachlich wie inhaltlich überzeugenden Auseinandersetzung mit einem Thema, das weit über den Religionsunterricht hinausweist.
Text und Fotos: Manuela Kopper