Die Covid-19 Pandemie hat großen Einfluss auf alle Altersgruppen und Lebensbereiche. Für Schüler*innen und Jugendliche waren das vor allem die Abgeschiedenheit und der Verlust sozialer Kontakte. Leider schien es anfangs des Öfteren so, als ob Jugendliche in der (medialen) politischen Kommunikation „vergessen“ wurden und deren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie als selbstverständlich wahrgenommen wurde. Nicht nur einmal bekam man als Lehrer in persönlichen Gesprächen Meldungen, wie z.B.: „Unsere Meinung zählt nicht“ oder „Uns beachtet man derzeit gar nicht“.

Im Rahmen aktiv gelebter politischer Bildung nahmen deshalb mehrere Schüler*innen des BG/BRG/BARG Horn an zwei Videokonferenzen – einerseits mit Bundesminister Univ-Prof. Dr. Heinz Faßmann und andererseits mit Landeshauptfrau Mag.a Johanna Mikl-Leitner – teil. Themen waren unter anderem die Schwierigkeiten der schulischen Planungen, die Zukunft der Schule sowie die niederösterreichische Regional-, Arbeits-, Klima-, und Verkehrspolitik. Durch diese – seitens des parteiunabhängigen Vereins PolEdu (Politics & Education) organisierten – Videokonferenzen bekamen Schüler*innen die Chance, sich abseits von Parteipolitik am demokratischen Prozess zu beteiligen und ihre Meinungen, Probleme & Ideen zur Sprache zu bringen. Politik ist und soll kein Arbeiten im Elfenbeinturm abseits der Bevölkerung sein, sondern die Meinungen und Interessen aller Bürger*innen jeglichen Alters sollten sich in den Resultaten widerspiegeln. Es liegt an uns, Jugendlichen zu zeigen, dass auch sie sich einfach an der Demokratie beteiligen können und sie respektiert, gehört und wertgeschätzt werden.

Text: M. Ed. Christoph Steindl

Fotos: MMag. Manuela Kopper