Die unglaublichen Schrecken des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, das interessante und didaktisch perfekt aufgebaute Schindler-Museum, die Schönheiten der Stadt Krakau mit dem riesigen gotischen Marktplatz, der wunderschönen Marienkirche, der jüdischen Synagoge und dem anschließenden alten Friedhof, Straßenmusikanten, gutes, einmal auch „koscheres“ Essen und prächtiges Spätsommerwetter, das so gar nicht in den Herbst passen wollte – die Eindrücke der Klasse 8a auf ihrer Reise nach Polen von 16. bis 19. Oktober, begleitet von Mag. Peter Schnaubelt und Mag. Charlotte Stöger, waren vielfältig. In den folgenden Schilderungen einiger Schülerinnen und Schüler und den tollen Fotos von Matthias Meyer werden sie lebendig und nachvollziehbar. Einhelliger Tenor: Eine Erfahrung, die niemand missen wollte.

 Obwohl ein Teil von mir sich schlecht fühlte glücklich zu sein, während ich mit solch Leid und Schmerz konfrontiert wurde, beschloss ich dennoch, dass ich die Ermordeten nicht mit meinem Kummer, sondern mit meiner Lebenslust ehren wollte und dem Versprechen, dass ich nie derartige Bösartigkeit mit Angst entschuldigen würde. Sowohl Ungerechtigkeit und Grausamkeit, wie auch Schönheit und Frohsinn der Welt wurde mir in Krakau vor Augen geführt und ich hoffe, mein Herz wird beides für den Rest meines Lebens bei sich tragen. (Carolyn Kraus)

Unsere Reise nach Krakau ist eine, die ich nie wieder vergessen werde. Sie war sowohl Schlaf als auch Atemberaubend. Die Stadt war bei Nacht wunderschön sowie bei Tag. Ich würde jederzeit wieder dort zurückgehen. (Angelika Freitag)

Am Beeindruckendsten war für mich die Besichtigung des KZ Auschwitz: Die Tatsache, dass das Gelände ein riesiger Friedhof ist, zeigt einem das enorme Ausmaß der Vernichtung. Dieser Ort ist ein Mahnmal für unsere und kommende Generationen. (Matthias Meyer)

Man hat nun nach acht Jahren Schule so viel über Auschwitz/Birkenau erfahren und gelernt, doch den Ort des Grauens zu besuchen und zu erleben, wirft immer wieder neue Fragen auf. Man geht auf dem Gelände, sieht Tatorte und Haare der Opfer, und es ist nicht möglich, dieses Ausmaß an Grausamkeit zu realisieren. Es ist bedrückend, da man sich einfach nicht vorstellen kann, was an diesem Ort passiert ist. (Paul Resch)

Bis heute fällt es mir schwer, das Ausmaß er Verbrechen im KZ von Auschwitz vollkommen zu begreifen. Wahrscheinlich konnten das nicht einmal die Nazis selbst. (Raphael Sachs)

Die Grausamkeiten, die den Opfern und Überlebenden von Auschwitz widerfahren sind, wird wohl nie jemand von uns zur Gänze verstehen. Wir können es jedoch weiterhin versuchen – zu Ehren alles, die unter dem Holocaust leiden mussten. (Agnes Dietrich)

Man steht in Auschwitz und kann sich einfach nicht vorstellen, welche menschenunwürdigen Dinge dort passiert sind. So klein ist das menschliche Vorstellungsvermögen. Und trotzdem ist es durch Menschenhand so weit gekommen. (Amelie Zotter)

Traurigkeit, Wut, Unverständnis und in gewisser Weise Scham reihen sich aneinander bei dem Gedanken an das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Es ist unbeschreiblich, welche Gräueltaten hier stattgefunden haben und wie dieser Ort heute noch so viele Menschen zutiefst berührt. (Monika Brandtner)

 Auschwitz und jedes andere Konzentrationslager gehört zu unserer Geschichte und ich denke, dass man eben diese nicht vergessen darf und daran denken soll, wozu  Menschen eigentlich  fähig sind. Es ist eigentlich unfassbar zu hören,  was die Opfer in den KZs dort ertragen mussten. Diese Reise werde ich auf jeden Fall niemals vergessen. (Michelle Gal)

 Einer der berührendsten Momente war jener, als fast jeder von uns seinen Nachnamen mehrere Male in einem riesigen Buch fand, das alle Namen der Opfer des Holocaust beinhaltet. (Annika Lozar)

 Es wirkte wie ein gemütlicher Spaziergang unter der polnischen Oktobersonne. Ist einem aber bewusst, wo man hier herumschlendert, vergeht der Genuss der letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres: Auschwitz-Birkenau. Es ist furchtbar schwer sich vorzustellen, was genau hier vor nicht einmal hundert Jahren passierte. In der Schule lernt man über den Holocaust, über die gewaltigen Ausmaße und über den Terror des Zweiten Weltkriegs. Dennoch, nachdem wir das Areal mit unseren eigenen Augen gesehen hatten, wurde erst bewusst, wie groß und auch übersichtlich und abschreckend das KZ in der Realität ist. (Magdalena Führer)

 Die riesige Fläche, die originalen Gegebenheiten und Gegenstände und die tolle Führung, die neben den Fakten auch den Ermordeten Geschichten und Gesichter gibt, lassen uns die Dimension der Massenvernichtung der Nazis ein Stück weit begreifen. (Julia Straßberger)